55. Reichpietsch-Köbis-Pokal in Berlin

Hofer „Achilles“ bemüht

Aufriggen der Kutter

Warten auf Wind

Der Max Reichpietsch-Albin Köbis-Gedächtnispokal im Kuttersegeln in Berlin-Grünau ist der alljährliche krönende Abschluss der Segelsaison der Kuttersegler der Marine-Jugend Hof e. V. Bereits zum 55. Mal wurde die Regatta vom Seesportclub Berlin-Grünau organisiert und ausgerichtet. In diesem Jahr meldeten sich insgesamt 19 Kutter der Klasse ZK 10 für die Langstrecke an, darunter natürlich auch die „Achilles“ der MJ Hof.

Am 04. Oktober hieß es dann im Hofer Heimathafen am Untreusee „Bereit zum Ablegen“ in die Hauptstadt. Die Besatzung bestand in diesem Jahr aus Skipper Matthias Mergner, Alexander Spörl, Josef Obermeier, Marco Mörtl, Martin Radenz und „Moses“ Manuel Seidel. Über die A 9 verlief die insgesamt 330 Kilometer lange Fahrt ohne Havarien oder Staus, so dass das Boot noch vor dem Dunkelwerden gekrant und zu Wasser gelassen werden konnte. Leider gab es dann doch noch eine anfängliche schlechte Nachricht, man hatte nämlich die Mail der MJ Hof vom Mai diesen Jahres bezüglich der Unterkunftsreservierung leider verlegt. Gezwungenermaßen wurde die Besatzung kurzerhand in das benachbarte Gebäude des Wassersportvereins Karolinenhof ausquartiert., was sich aber im Nachhinein als Glücksgriff erwies, da hier den Lords ein großes, behaglich beheiztes Zimmer zur Verfügung stand. Die sanitären Anlagen gaben ebenfalls keinen Grund zur Klage, getoppt nur noch von der Freundlichkeit der Gastgeber. Selbstverständlich wurde die Unterkunft auch für 2014 sofort reserviert.

Der Abend klang wieder mit dem obligatorischen „Rees an Steuerbord“ mit den Freunden vom Marine-Verein Stuttgart im Vereinslokal des Yachtclubs bei einem sehr leckeren gutbürgerlichem Abendessen aus.

Am Samstagvormittag um 10:30 Uhr schoss die Wettfahrtleiterin Gisela zur ersten Wettfahrt an. Vom Beginn des Langen Sees ging es bei einem mäßigen aber stetigen zweier Wind auf die Kreuz in den Seddinsee. Die „Achilles“ mit ihrem alten Rigg und Tourensegel schlug sich hier gegen die gezüchteten „Rennkutter“ tapfer und ließ immerhin zwei der 17 gestarteten Boote hinter sich. Nach einer einstündigen Pause wurde dann die zweite Wettfahrt angeschossen, die jedoch nach ca. 10 Minuten wieder mangels Wind abgebrochen werden musste. Die beginnende anhaltende Hochdrucklage hatte ihren Anteil daran, dass letzterer sich auch nicht mehr regte. Gegen 15:30 Uhr ließen sich die Kutter mit Motorkraft zurückschleppen, nicht jedoch die „Achilles“, deren Besatzung sich noch etwas aufwärmen wollte und den Weg zurückpullte.

Das Abendprogramm fand wie üblich in der Bootshalle des SSC Berlin-Grünau mit Disco, Grill und Bier statt. Die frische Luft tat ihre Wirkung, denn die Crew verholte sich schon gegen halb elf in die Kojen.

Auch am Sonntagmorgen regte sich kein Lüftchen, der See war glatt wie ein Babypopo. Die Startverlegung der Wettfahrtsleitung brachte auch nicht den ersehnten Wind,. Da die Aussichten laut Vorhersage ebenfalls nicht rosig waren, wurde schließlich die Regatta gegen elf Uhr für beendet erklärt. Sachen gepackt und Boot auf den Trailer gekrant, bevor es um 13 Uhr zur Siegerehrung ging. Es blieb natürlich beim15. Platz für die „Achilles“.

Die Rückreise verlief mit teils zähfließendem Verkehr mehr schlecht als recht. Nach fünfeinhalb Stunden Fahrt und einer kurzen Pause lief die Besatzung um 19:30 Uhr im heimatlichen Hafen ein.