Opti-Cup 2014 im Jollenmehrkampf beim Cm Erfurt

Hofer 420er Zwillings-Crew holt Rang 3

Drittplatzierten Hannes und Dirk Emtmann der MJ Hof (rechts, Bild: Annette Köhler)

Schlag auf Schlag geht es für die Jollenmehrkämpfer der Marine-Jugend Hof e.V. im Wonnemonat Mai weiter. Nach dem „Frankencup“ in den heimischen Gefilden, ging es am vergangenen Wochende des 09. bis 12. Mai 2014 zum befreundeten Club maritim nach Erfurt an den schönen Alperstedter See. Dort riefen die Veranstalter mit dem Vizepräsident des DSSV und Vorsitzender des Cm Erfurt, Michael Stolze, zum Opti-Cup 2014 und gleichzeitiger LM Thüringen im Jollenmehrkampf. Den Ranglistenwertungsfaktor von 1,3 wollten sich die Hofer natürlich nicht nehmen lassen. Mit vier Optis und zwei 420er-Jollen im Gepäck ging es für die Sportler aus Hof bereits am Freitagnachmittag auf nach Erfurt. Doch ohne eine kleine Schrecksekunde ging es auch bei dieser Reise nicht ab. Kurz vor der Erfurter Ausfahrt platzte von einem Hofer Pkw ein fast nagelneuer Hintererreifen. Gott sei Dank verlief das Ungemach recht glimpflich ab und keinem ist etwas passiert und dank einer Mobilitätsgarantie konnte der Vorsitzende der MJ Hof nach dem Abschleppen und Montage eines neuen Reifens mit dreistündiger Verspätung ebenfalls auf dem Gelände des Club maritim einlaufen. Zwischenzeitlich war auch schon das Großraumzelt trotz erheblicher Schwierigkeiten wegen des vorherrschenden starken Windes gestellt. Das Aufstellen des leichten Mädchenzeltes war trotz vereinten Bemühungen leider nicht möglich. Die Hofer Mädels wurden kurzerhand im Spitzboden des Vereinsheimes einquartiert. Nach einem leichten Abendmahl in der benachbarten Gaststätte ging es schon bald ab in die Kojen, denn der nächste Tag versprach anstrengend zu werden.

Nach dem Frühstück eröffneten am Samstagfrüh um 09 Uhr, Michael Stolze und der Vorsitzendes des Landesverbandes Thüringen, Falco Zenker, die Veranstaltung, und begrüßte die von Stuttgart bis Uckermünde angereisten Teilnehmer. Insgesamt gingen die Besatzungen von 17 Optimisten, 11 420ern und 10 Ixylons an den Start. Eine Ranglistenwertung war somit in allen drei Bootsklassen gegeben. Bei relativ gutem Wetter - der Wind mit Böen um 6 Bft. ließ in der Nacht nach und Vormittag kam auch die Sonne heraus - ging es für die Wettkämpfer gleich an die Knotenbahn. Im Anschluss hieß es Boote aufriggen und Steuermannsbesprechung um elf Uhr für die Besatzungen, denn um 13:30 Uhr sollte spätestens der Startschuss zur ersten Wettfahrt erfolgen. Nach einer leiblichen Stärkung mit Kartoffelsuppe und Bockwurst aus der Gulaschkanone ging es gleich aufs Wasser. Der Wind blies gut, aber drehend. Dennoch gelang es in den nächsten vier Stunden insgesamt vier Wettfahrten ohne Havarie oder Kenterungen zu absolvieren, so dass ein Streicher möglich war. Frierend, aber glücklich, ging es nach dem Anlegen sofort unter die heiße Dusche. Im Anschluss konnten auch gleich die Boote wieder abgeriggt und verstaut werden, da die Teildisziplin Segeln schon komplett absolviert wurde. Mit mächtigem Hunger stürzten sich die Wettkämpfer dann auf das Abendbrot mit „Roster“ und Steaks vom Grill. Der Abend klang beim Seglerhock im Vereinsheim gemütlich aus.

Am Sonntagfrüh briste der Wind wieder kräftig auf. Um 09:30 Uhr ging es dann zur Disziplin „Wurfleine werfen“. Die geworfenen Weiten lagen aber deutlich unter den üblichen Leistungen der Teilnehmer, da gegen den starken Wind geworfen werden musste. Bis Mittag war auch diese Disziplin vollzogen und mit leckerem Spargel an Kartoffeln und Hackbraten wurden die verbrauchten Energien wieder aufgefüllt.

Wie auch schon in Hof kämpften die Hofer Jollenmehrkämpfer gegen starke Konkurrenz, vor allem gegen die Sportler der Thüringer Seglerjugend aus Saalburg. Dennoch holten sich die Hofer 420er Zwillingscrew Emtmann einen hervorragenden dritten Platz in der Gesamtwertung. Auch in der gesonderten Wertung der Teildisziplin Segeln holten die Hofer den dritten Platz und einen Pokal. Die zweite Hofer Crew mit Steuermann Mirco Schlegel und Sarah Seidel belegte Rang neun.

Bei den Optis belegte in der Gesamtwertung Fabian Schlegel Platz acht, Lisa-Marie Spörl Platz  elf, sowie Natalia Chmielewska und Andreas Riegg in ihrer erst zweiten Wettkampfsaison die Ränge vierzehn und siebzehn. Erwähnenswert auch die Leistung von Jonas Taschner, der für den zweiten bayerischen Verein, der Marine-Jugend Forchheim, startete. Er erkämpfte sich einen respektablen zwölften Platz.

Alles in allem war dieser Opti-Cup wieder ein gelungenes Wettkampfwochenende und hat allen Helfern und Teilnehmern  richtig Spaß gemacht. Hierfür und für die angenehme Gastfreundschaft beim Cm Erfurt ein herzliches Dankeschön aus Hof.