Deutsche Meisterschaften im Kuttersegeln ZK 10

Hofer "Achilles" ersegelt sich Platz 30

Eine Woche nach den DM im Jollenmehrkampf startete die Crew vom Hofer Kutter „Achilles“ bei den DM im Kuttersegeln auf dem großen Goitzschesee in Bitterfeld-Wolfen am Wochenende des 13./14. September 2014. Pünktlich gegen 1500 legten wir am Freitag vom heimischen Untreusee ab, doch leider gab es auf der Anfahrt nach Bitterfeld schon die ersten Verzögerungen durch Stau auf der A9. Es dämmerte schon, als wir das Goitzsche Camp erreichten, da war Eile im Zeltaufbau angesagt, da auch der Kran des THW Bitterfeld noch im Stadthafen auf uns wartete, um „Achilles“ wieder in sein Element zu setzen.

Im Schein von Arbeitsscheinwerfern und Taschenlampen wurde gekrant und der Kutter anschließend von der Crew zum Liegeplatz verholt, während der Skipper sich um die Anmeldung kümmerte.

Nachdem man sich im Zelt eingerichtet hatte, ging es nochmal los in Richtung Festhalle, in der man sehr viele bekannte Gesichter sah und viele Freunde traf. Hier kam dann auch das leibliche Wohl nicht zu kurz und wir ließen den Abend so langsam ausklingen.

Am Samstagmorgen, nachdem wir uns beim Frühstück gestärkt hatten, ging es daran, den Kutter aufzuriggen. Nach der Eröffnung und Steuermannsbesprechung legten wir gegen 1000 ab, hinaus auf einen mit Dunst überzogenen See, bei dem man das andere Ende nur erahnen konnte. Deshalb war es auch nicht leicht, die Wendemarken und das Startboot zu entdecken.

Pünktlich halb 11 wurde durch den Wettfahrtleiter das Ankündigungssignal gegeben und kurz darauf erfolgte bei leichtem Wind der Start zur ersten Wettfahrt. Ein imposantes Bild mit 40 Kuttern auf der Startlinie. Da der Wind nicht merklich zunahm wurde diese Wettfahrt durch die Wettfahrtleitung abgekürzt und das Ziel an einer Bahnmarke gesteckt. Zu diesem Zeitpunkt waren wir dann schon 2 Stunden unterwegs.

Daraufhin wurden die Bahnen und Kurse verkürzt. Dadurch zog es das Feld nicht so weit auseinander und es gab immer wieder schöne Positionskämpfe gegenüber anderen Kuttern, welche hart aber fair ausgefochten wurden.

Es war schon nach 1800, als man uns nach 5 Wettfahrten zurück in den Hafen entließ. Kutter aufklaren, umziehen und dann gab es das traditionelle Einlaufbier für die Großen.

Beim anschließenden Abendessen, es gab lecker Kartoffel- oder Erbsensuppe mit Bockwurst, später dann noch Spanferkel vom Grill für die ganz hungrigen unter uns, platzte die Bombe der Wettfahrtleitung.

Gegen 25 von 40 gestarteten Kuttern wurde Protest der Jury eingelegt. Auf dem See wurden diese Boote kontrolliert, ob die Klassenvorschriften eingehalten worden sind. Dabei wurden die verschiedensten Mängel aufgedeckt und deswegen Protest gegen die Boote erhoben. Natürlich war in diesem Augenblick das Erstaunen vieler Skipper groß, es sollte sich aber zeigen, dass auch der Jury ein Fehler unterlief und deshalb der Protest gegen 24 Boote aufgehoben wurde und nicht weiter verfolgt wird. Dies war aber ganz klipp und klar eine Ansage der TK Kuttersegeln, die beschlossene Klassenvorschrift durchzusetzen.

Durch die Ankündigung die Proteste nicht weiter zu verfolgen, besserte sich auch die Stimmung in der Festhalle wieder, die Vorführung von Fotoaufnahmen während der Regatta über einen Beamer und DJ Acki, alias Joachim Egbert, ließen den Abend fröhlich ausklingen.

Sonntagmorgen nach dem Frühstück hieß es für uns noch einmal Leinen los und bei der letzten Wettfahrt nochmal alles geben. Und wieder wurden wir auf eine sehr lange Reise geschickt, so nach dem Motto, es ist ja die letzte für heute. Wieder gab es spannende Postionskämpfe auch auf den hinteren Plätzen. Zufrieden mit unserem Abschneiden, der genaue Platz stand ja noch nicht fest, verlegte der Kutter in den Stadthafen, wo bereits das THW Bernburg mit dem Kranen der Kutter beschäftigt war. Als Skipper und Fahrer holte ich den Trailer begab mich in die Warteschlange zum Kranen, während die Crew den Kutter abriggte.

Den Kutter wieder auf dem Trailer und zurück im Goitzsche Camp, stärkten wir uns gerade mit dem Mittagessen um 1500, als die Siegerehrung durchgeführt wurde.

Mit dem 30. Platz von 40 gestarteten Booten haben wir unser Ergebnis vom Vortag bestätigt.

Nach dem Abbau und verladen des Zeltes starteten wir wieder in Richtung Heimathafen, aber auch auf der Rückreise erwarteten uns ein paar kleine Staus, so daß wir gegen 1930 wohlbehalten am Untreusee eintrafen.

Text: Josef Obermeier
Bild: Gabi Hofmann/Josef Obermeier