Deutsche Meisterschaft im Kuttersegeln 2015

Hofer "Achilles" im Spreewald gesichtet

 Goyatz im schönen Spreewald, idyllisch am Schwielochsee gelegen, war in diesem Jahr der Austragungsort der Deutschen Meisterschaften im Kuttersegeln der Klasse ZK 10 des Deutschen Seesportverbandes. Mit den bereits besuchten Regatten in diesem und vergangenem Jahr, hatte sich auch die Kuttercrew der Marine-Jugend Hof mit dem vereinseigenen Kutter "Achilles" für die DM qualifizieren können.

Ein Blick in die Meldeliste vorab erfreute den gemeinen Segelsportbegeisterten, denn mit großen Augen konnte man dort entnehmen, dass insgesamt 43 Kutter gemeldet hatten. Für die Hofer ging es am Freitagnachmittag des 04. September ab Untreusee los in Richtung Osten. Nach viel Stau und fünf Stunden Fahrt erreichten wir schließlich das Gelände des Seesport- und Yachtclub Goyatz. Unsere Unterbringung erfolgte in einem Mehrbettzimmer des Clubheims, so dass sich ein Zeltaufstellen zum Wohlgefallen erübrigte. Gott sei es gedankt, muss man schon fast sagen, da jeder freie Platz auf dem Clubgelände mit Wohnwägen, Pkw`s , Wohnmobilen und Zelten belegt war. Unseren Kutter konnten wir noch am Abend schnell kranen und die Masten stellen. Nach ein paar Erfrischungsgetränken mit Steaks und Rostern hieß es zeitig in die Koje verholen, da der nächste Tag allerhand Wind versprach.

Und dem kam auch so. Nach einem üppigen und wahrlich leckeren Frühstück hieß es das Boot klar zum Auslaufen machen. Die auslaufende ZK 10 Flotte quetschte sich wenig später dann am Flaschenhals zum großen See durch, wo uns ein guter stetiger Wind mit 5 Beaufort um die Ohren bließ. Um 11 Uhr wurde dann auch sofort pünktlich gestartet. Doch der starke Wind sollte noch vor dem Start sein erstes Opfer finden. Ein Kutter des gastgebenden Vereins verlor seinen Großmast aus Holz zum Glück ohne Personenschaden. Insgesamt wurden dann vier Wettfahrten abgesegelt. Die Hofer Crew belegte in den ersten zwei Wettfahrten Rang 30 und 34, konnte sich aber bei noch zulegendem Wind noch auf Rang 25 und 27 verbessern. Nach acht Stunden auf dem Wasser und schmerzenden Händen und Hintern legten wir nach Beendigung der Wettfahrten heil und sicher im Yachtclub am Abend an. Nach einem üppigen Abendmahl und der Einnahme von diversen Erfrischungsgetränken forderte der anstrengende Tag seinen Tribut, denn die ganze Mannschaft verholte sich alsbald in die Kojen. Vielleicht liegt es aber auch am Alter.....

Der Wind für Sonntag sollte noch mehr zulegen, diverse Wetterberichte sprachen sogar von Sturmstärke, so dass Sonntagfrüh nach dem Frühstück eine Besprechung mit den Kutterführern stattfand. Bis auf sieben Kutter sprachen sich alle für ein Nichtstarten aus, um Mensch und Material nicht unnötig zu gefährden. Für uns hieß es dann gleich abriggen und Sachen packen. Die sieben Kutter fuhren dann am Vormittag noch zwei Wettfahrten auf dem kleinen See vor dem Yachthafen, wo die Windverhältnisse es noch einigermaßen zuließen. Wir verlegten derweil nach Hause und nach dem üblichen Stau liefen wir am Abend gegen 18 Uhr am Untreusee in Hof ein.

Im Endergebnis landete die Hofer Crew in der Wertung der DM auf Rang 30 von insgesamt 39 gestarteten Kuttern. In der zeitgleich ausgesegelten Wertung zum 6. Spreewaldpokal belegten wir Platz 31. Dies ist aber noch erheblich ausbaufähig und erfüllt noch nicht unsere Erwartungen. Alles in allem wieder eine gelungene Veranstaltung, die mit den Windverhältnissen und dem guten Starterfeld zwar anstrengend aber dennoch viel Spaß machte.