57. Reichpietsch-Köbis-Pokal im Kuttersegeln

12. Platz für die Hofer "Achilles"

Was für die Jollenmehrkämpfer der Marine-Jugend Hof die Landesmeisterschaften Baden-Württemberg in Stuttgart eine Woche zuvor, ist für die Kuttercrew mit dem Vereinskutter "Achilles" der Max Reichpietsch - Albin Köbis-Gedächtnispokal im Kuttersegeln in Berlin-Grünau. Nämlich die letzten Runden auf dem Wasser, bevor es ans Einwintern geht. Bereits zum achten Mal markiert die Teilnahme an dieser Regatta das Saisonende für die Hofer Seesportler.

Am Freitag, den 02. Oktober, nach dem Verladen des Equipments und des persönlichen Bedarfs, legte die Besatzung mit Frank Foltys, Manuel Seidel, Martin Radenz, Gabi Hofmann, Josef Obermeier, Alexander Spörl und Skipper Matthias Mergner vom Heimathafen am Untreusee in Richtung Berlin ab. Die Baustellen auf der A 9 forderten wie üblich ihren Tribut, so dass sich die Reise leider etwas in der Zeit verlängerte. Kurz vor Sonnenuntergang fanden wir schließlich die Hofeinfahrt zum Ausrichter, dem Seesportclub Berlin-Grünau. Der Kutter konnte noch gekrant und zum benachbarten Verein, dem Wassersportclub Karolinenhof, bei dem wir erneut Unterschlupf fanden, an seinen Gastliegeplatz gepullt werden. Reisen macht ja bekanntlich hungrig, und deshalb überlebten die leckeren Hamburger Schnitzel beim Yachtclub Berlin-Grünau auch nicht lange.

Wie vorausgesagt, kam auch am Samstagvormittag das schöne Wetter nur ohne wirklich guten segelbaren Wind. Bei einer Windstärke von 2 Bft kämpften sich die insgesamt sechzehn Kutter an die Startlinie. Mit Flautengedümpel ging es dann an die erste der drei an diesem Tag abgesegelten Wettfahrten. Der Wind briste im Laufe des Tages zwar noch ein wenig auf, aber für ein anständiges und freudiges Kuttersegeln bei weitem zu wenig. Um 18 Uhr und acht Stunden auf dem Wasser, die sich am Achterschiff eines jeden Crewmitglieds wie 24 anfhülten, legten wir schließlich erschöpft wieder am WSVK an. Nach dem obligatorischen Einlaufbier und einer heißen Dusche konnten wir uns mit dem Verlegen zum Abendessen in den Yachtclub etwas die Füße vertreten. Bei den drei abgesegelten Wettfahrten erreichte die "Achilles" jeweils Platz 10, 9 und 14.

Auch der Sonntagvormittag war zwar ein strahlend schöner Herbsttag, doch von Wind war zunächst nichts zu spüren. Kurz vor dem Start zur letzten Wettfahrt briste er noch leicht etwas auf, so dass das letzte Race gestartet werden konnte. Die Startlinie war von der Wettfahrtleitung allerdings recht kurz gesteckt und eben nicht gegen den Wind, so dass eine Seite wieder bevorzugt wurde. Eine Knäuelbildung und Ramming war dann natürlich am Startschiff die Folge. Ein Protest wegen Verletzung des Wegerechts wurde gegen die "Achilles" ausgesprochen. Den "Kringel" hoben wir uns aber für später auf. Mit einer sogenannten "Privatbö" kämpften wir uns tapfer an die Spitzengruppe heran und hatten einen sehr guten fünften oder sechsten Platz, als wir die Ziellinie überquerten. Die Bahn wurde allerdings durch die Wettfahrtleitung verkürzt, aber nicht korrekt angezeigt. Dies hatte wieder einen Protest von Booten zur Folge. Quintessenz war, dass diese letzte Wettfahrt leider annulliert wurde.

Die "Achilles" belegte in der Gesamtwertung einen noch ausbaufähigen 12 Platz. Sieger wurde die "Schwabenpfeil" vom MV Stuttgart unter Skipper Bernd Blumhardt.