58. Reichpietsch-Köbis-Pokal im Kuttersegeln

der Berliner Herbst ließ grüßen

Zum neunten Mal in Folge nahm die Kuttercrew der Marine-Jugend Hof e. V. dieses Jahr am verlängerten Wochenende des 01. bis 03. Oktober 2016 am Max-Reichpietsch und Albin-Köbis-Gedächtnispokal, ausgerichtet vom Seesportclub Berlin-Gränau, teil.

Leider setzt sich der Negativtrend der Teilnehmerzahlen auch bei dieser traditionellen Kutterregatta, benannt nach den 1917 hingerichteten Matrosen der Kaiserlichen Kriegsmarine und Vorkämpfern der "Novemberrevolution", fort. Waren es noch 2007 dreiundzwanzig Kutter, meldeten sich heuer lediglich dreizehn Mannschaften an. Vielleicht lag es aber auch an der erst drei Wochen vor dem Event veröffentlichten Ausschreibung. Wie auch immer, die Hofer Kuttercrew mit Skipper Matthias Mergner, Josef Obermeier, Alexander Spörl, Gabi Hofmann, Martin Radenz, Manuel und Sarah Seidel freuten sich dennoch wieder auf diesen Saisonabschlusswettkampf. Mit dem Vereinskutter "Achilles" auf dem Trailer ging es schon frähen Freitagnachmittag auf Kurs Nord und das verlängerte Wochenende forderten auch seinen Stautribut, was das Eintreffen in Berlin-Grünau um eine Stunde verlängerte. Gerade noch bei Tageslicht wurde die "Achilles" gekrant und die Gastliegebox beim benachbarten Wassersportverein Karolinenhof verholt. Hier durften im Anschluss neue renovierte Zimmer im Dachgeschoss bezogen werden. Die dortigen Polsterbetten waren natärlich weitaus angenehmer als Feldbetten. Ein Dank gilt hier an den Vorsitzenden des WSVK, Mario Wowsnik, für seine überaus freundliche und kameradschaftliche Gastfreundschaft. Gute und gänstige Berliner Hausmannskost gab es zum Abendbrot im öffentlichen Vereinslokal des Wassersportvereins 1921 e. V.

Dass der Herbst mittlerweile in Deutschland Einzug hielt, war dann am ganzen Samstag zu spären. Zwar war es mit 10 Grad verhältnismäßig war, doch kurz nach dem Start begann es zu regnen, der bis zum Regattaende um 18 Uhr nicht aufhörte. Leider war es auch mit Wind an diesem Tag nicht gut bestellt. Nichts desto trotz, ob sinnvoll oder nicht, wurden mit 1 bis 2 Bft. am Samstag durch die Regattaleitung drei Wettfahrten durchgezogen. Nach neun kalten Stunden auf dem Wasser sehnten sich die verfrorenen Crewmitgliedern nach der heißen Dusche. Live-Musik, Steaks, Bratwärste und natärlich das eine oder andere Bier/Limo gab es später am Abend in der Bootshalle des SSCBG.

Der Sonntag zeigte sich dann so, wie es eben einem Sonntag gebährt. Der strahlende blaue Himmel und Sonnenschein versprach einen schönen Segeltag. Auch der Wind weht etwas stärker und bei etwa 3 Bft. liefen die Kutter etwa so schnell, dass man auch wirklich von Segeln sprechen kann. Obwohl der Start „verhunzt“ wurde, konnte die "Achilles" in der ersten Wettfahrt gut aufholen und belegte fast schon einen "historischen" fünften Platz. Zwei weitere Wettfahrten folgten noch und um 17 Uhr wurde wieder am Gastliegeplatz festgemacht und der Kutter soweit reisefertig gemacht, denn am Montagfrüh sollte es auf die Heimreise gehen. Bei der abendlichen Siegerehrung belegte die "Achilles" einen beachtlichen 8. Platz in der Gesamtwertung. Sieger wurde in diesem Jahr die "Medusa" vom SSC Rangsdorf.